Sperlingskauz, Foto@ Tom Dove, NABU
Sperlingskauz, Foto@ Tom Dove, NABU

Die Arbeitsgruppe Eulen stellt sich vor

Liebe Eulenfreundinnen und Eulenfreunde, im NABU Ruhr sind viele Arbeitsgruppen in den unterschiedlichsten Bereichen des Natur- und Artenschutzes ehrenamtlich aktiv. Wir, die AG Eulen, befassen uns seit Jahren mit der Bestandsaufnahme und dem Schutz der heimischen Eulen im Gebiet der Städte Essen und Mülheim.

Mit dieser Internetseite möchten wir uns und unsere Aktivitäten zum Schutz speziell des Steinkauzes und der Schleiereule vorstellen. Das Vorkommen dieser beiden Eulenarten ist eng an eine reich strukturierte Kulturlandschaft, also an eine vom Menschen gestaltete Landschaft und damit letztendlich an uns Menschen gebunden. Jeder von uns kann dazu beitragen, dass die zum Schutz der Eulen notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden können - insbesondere diejenigen, die mit Ihrer Arbeit das Land bearbeiten und die Landschaft formen sowie diejenigen, die die Verantwortung für geeignete Gebäude tragen.

Welche Maßnahmen wir mit Ihnen zusammen umsetzen sollten, damit die jahrzehntelangen Bestandsreduzierungen gestoppt und uns allen eine überlebensfähige Population in unserer Stadt erhalten bleibt, ist nachfolgend für jede Eulenart beschrieben. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung.

Schutz des Steinkauzes

Der Steinkauz ist eine etwa amselgroße Eule, die als Standvogel das ganze Jahr über in ihrem Brutrevier anzutreffen ist. Als Lebensraum wählt der Steinkauz bevorzugt reich strukturierte Kulturlandschaften, die Streuobstwiesen, Hecken und Kopfweiden enthalten. Wichtig ist, dass die Grünflächen in der Vegetationsperiode beweidet werden, vorzugsweise mit Schafen oder Rindern. Die kurz gehaltenen Wiesen sichern dem kleinen Kauz eine erfolgreiche Jagd auf Mäuse, Käfer und Regenwürmer. In den alten, höhlenreichen Hochstammobstbäumen und Kopfweiden finden die Steinkäuze geeignete Nistmöglichkeiten, um ihre Brut sicher großzuziehen. Diese Brutbäume sind in unserer Landschaft leider selten geworden.

Wir von der AG Eulen bringen Brutröhren an geeigneten Standorten an, schneiden Kopfweiden und ggf. auch Obstbäume und engagieren uns stetig bei der Neupflanzung von entsprechenden Bäumen und Hecken. Bei diesen wichtigen Maßnahmen sind wir, und damit die Steinkäuze, auf Ihre Unterstützung angewiesen, sei es durch das Zulassen der Arbeiten auf Ihrem Grundstück oder Ihre aktive Hilfe bei der Erhaltung und Neuanlage geeigneter Lebensräume.

Schutz der Schleiereule

Die Schleiereule ist eine helle, etwa taubengroße Eule mit einem auffallend hellen, herzförmigen Gesichtsschleier. Auch diese Eule ist ein Standvogel, der sich das ganze Jahr über hier bei uns aufhält. Als ausgesprochener Kulturfolger brütet die Schleiereule ausschließlich in menschlichen Behausungen wie Kirchtürmen, Scheunen, Dachstühlen, usw. und nutzt diese Orte auch als Tageseinstände - vorausgesetzt der Vogel findet hier die notwendige Ruhe und hat die Möglichkeit zu freiem An- und Abflug. Feldmäuse stehen ganz oben auf dem Speiseplan der Schleiereulen, die sie in offener Landschaft im Suchflug oder von einem Ansitz aus fängt.

Damit diese schöne Eule auch weiterhin in den Randgebieten unserer Stadt angetroffen werden kann, gilt es vornehmlich die Dichte an geeigneten Brutplätzen und Tageseinständen zu erhöhen. Wir von der AG Eulen montieren und kontrollieren spezielle Nistkästen, in denen die Schleiereule störungsfrei ihre Jungen großziehen kann, während durch die geschlossene Bauweise ein Verschmutzen der Umgebung verhindert wird. Dazu brauchen wir bzw. die Schleiereulen Ihren Dachboden oder Ihre Scheune. Ihre Zustimmung zum Anbringen von Nistkästen ist Voraussetzung für den Aufenthalt der Schleiereule in Ihrem Gebäude und damit für das Vorkommen dieses Vogels in unserer Landschaft, in unserer Stadt. In diesem Sinne bitten wir um Ihre Unterstützung.


Fotos © Behlert, Grawe, Jacobi, Liosi, Müller, Plath, Wienands

Kontakt:

 

Mülheim
Reinhard Plath              
Tel. 0177 - 3 43 57 95          Email: reinhard.plath(at)nabu-ruhr.de

Essen
Rainer Soest                 
Tel. 0157 - 32 63 18 34        Email: rainer.soest(at)nabu-ruhr.de

Ausstellungen:

bis 30.11.17 Wunder der Natur OB

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