Rotkehlchen, Foto © NABU, Klemens Karkow
Rotkehlchen, Foto © NABU, Klemens Karkow

NABU Ruhr „Aktuell" (Archiv)

Protest der Mülheimer Bürgerinitiativen erfolgreich - Wirtschaftsausschuss kippt Gewerbeflächenkonzept

Einen großen Erfolg feierten die Bürgerinitiativen in der heißen Phase des Kommunal-Wahlkampfes, welche sich vehement gegen die umstrittenen Pläne der „Mülheim & Business Wirtschaftsförderung“ richteten. Mehrere Tausend Unterschriften sammelten die Bürgerinitiativen dagegen und leisteten tapfer Aufklärungsarbeit. Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und mit Unterstützung aller anderen Fraktionen - mit Ausnahme der amtierenden SPD - soll der angedachte Raubbau an den dort genannten Flächen nun glücklicherweise ad acta gelegt werden. Vier große Areale sollten nach dem Willen von „M & B“ in Gewerbeflächen umgewandelt werden. Pikant: alles wichtige wertvolle Biotopverbunde und Kaltluftentstehungsgebiete, teilweise mit Schutzstatus oder daran angrenzend. Angefangen beim Winkhauser Tal im Mülheimer Norden, wo der Bebauungsplan überdies auch zu einem Gutteil auf Essener Stadtgebiet liegt, über das Fulerumer Feld, den Auberg bis hin zu 70 Hektar der Saarn-Selbecker-Hochflächen im Mülheimer Süden. Erinnerungen an den Widerstand gegen die damals geplante A 31-Trasse durch Mülheim wurden wach.

 

Schon der Naturschutzbeirat der Stadt, in welchem auch der NABU Ruhr vertreten ist, hatte den kruden Fantasien von „M & B“ unter der Leitung des medl-Geschäftsführers Dr. Hendrik Dönnebrink, eine klare Abfuhr erteilt. Generell zu intransparent und unausgegoren in den Bewertungskriterien, sowie dem heutigen Wissensstand bezüglich Umwelt- und Naturschutz nicht Rechnung tragend, lautet das niederschmetternde Fazit des Beirats. Der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität (Wirtschaftsausschuss) folgte in seiner Sitzung am 31.08.2020 dieser Einschätzung und ergänzte diese durch seine eigene Sicht der Dinge: Neben dem eklatanten ökologischen Irrsinn ist das Dönnebrink-Gutachten in Sachen Wirtschaftlichkeit und angeblichen positiven Arbeitsplatzeffekten ebenfalls alles andere als schlüssig. Man ist sich einig, besser bereits bestehende Gewerbebrachflächen wieder oder anders zu nutzen. Eine Einschätzung, welche auch von der breiten Bürgerschaft getragen wird. Dönnebrink zog daraus die Konsequenzen und kündigte seinen Ausstieg aus der Zusammenarbeit zwischen „M & B“ und der Stadt Mülheim zum 22.09.2020 an. Der endgültige Ratsentscheid steht zwar noch aus, gilt aber wegen der Machtverhältnisse im Rathaus als entschieden.

 

Kauziges aus Essen-Dellwig

Nach langer Zeit gibt es endlich wieder ein Steinkauzpärchen im Essener Nordwesten.

Auf einem betriebsamen Reiterhof in Essen-Dellwig haben sich die Käuze von selbst wieder eingefunden und haben dort dieses Jahr zum ersten Mal erfolgreich gebrütet.

Darauf hat Uwe van Hoorn, wohnhaft in Essen-Borbeck und Ornithologe beim NABU Ruhr, schon seit Jahren gehofft und ist jetzt überglücklich nach einem Tipp des Hofpächters den kleinen Eulenvogel selbst beobachten zu können.

Etwa amselgroß, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, wird der Eulenvogel nur von wenigen Menschen wahrgenommen.

Lange Zeit waren die Steinkäuze im Essener Norden fast auf jedem landwirtschaftlichen Hof anzutreffen und haben den Bauern so ganz nebenbei geholfen, die Mäuse und Großinsekten klein zu halten.

Leider kämpft der Kauz seit etwa 30 Jahren in Essen um sein Überleben. Die Bestände nahmen immer mehr ab und heute gibt es nur noch 6-8 Brutpaare, die meisten davon im Essener Süden. Die Gründe für die Abnahme sind vielfältig, aber einer ist ziemlich augenfällig: die Bekämpfung der Mäuse und Ratten mit Gift. Werden auf einem Hof viele Giftköder ausgelegt, gibt es einerseits für den Kauz zu wenig Nahrung und anderseits besteht eine indirekte Vergiftungsgefahr. Zum Glück werden auf dem besagten Reiterhof keine Köder ausgelegt, sodass dem Steinkauz hier dieses Problem erspart bleibt.

Auch Rainer Soest, von der AG Eulen des NABU Ruhr, freut sich über die Wiederbesiedlung des alten Standortes in Dellwig. Damit der kleine Eulenvogel sich im Essener Norden weiter ausbreiten kann, hat die Arbeitsgruppe zeitnah eine künstliche Nisthilfe auf dem nächst gelegenem Hof angebracht. Interessierte Landwirte oder Hofbesitzer, die diese Aktion unterstützen wollen, und eine Steinkauznisthilfe haben möchten, können sich in der NABU Geschäftsstelle unter der Nummer 0201 - 7 10 06 99 melden.

Überraschende Brutvögel – unsere Ornithologen sind begeistert!

Neuntöter, Foto © Uwe van Hoorn, NABU Neuntöter, Foto © Uwe van Hoorn, NABU

Der Mai brachte die erste große Überraschung bei den Brutvögeln in Essen: Mitarbeiter der Greifvogelgruppe entdeckten bei einem ihrer Kontrollgänge im Essener Süden ein Neuntöterpärchen, dass danach regelmäßig wieder von Mitgliedern des NABU Ruhr beobachtet werden konnte.

Als die Entdecker und weitere Mitglieder des NABU Ruhr am 24.6.2020 fütternde Altvögel beobachteten, war klar, dass die Vögel erfolgreich gebrütet hatten.

Am 26.6. stellte Uwe van Hoorn bei einer ausgiebigen Kontrolle fest, dass die Altvögel mindestens zwei Jungvögel in der Deckung mit Insekten versorgten.

Dies ist nach Kenntnis der Ornithologen die erste Brut von Neuntötern in Essen seit 35 Jahren. Damals brüteten die Neuntöter auf einer Streuobstwiese der NAJU Essen/Mülheim unweit der diesjährigen Brut.

Geradezu sensationell war eine weitere Entdeckung: Ende Mai entdeckte Daniel Hering ebenfalls im Essener Süden einen Wiedehopf. Schon im vergangenen Jahr war ein Wiedehopf in Essen an anderer Stelle von einem Anwohner gefilmt worden, der aber offensichtlich zu den umherstreifenden Nichtbrütern gehörte und so ging man davon aus, dass dies auch so eine Beobachtung sei.

Als Mitte Juni Daniel Hering und Rainer Soest jeweils zwei Wiedehopfe entdeckten, die Letzterer auch fotografieren konnte, kam Brutverdacht auf. Tobias Rautenberg von der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) gelangen schließlich Fotos von Jungvögeln, die auf der Webseite der BSWR zu sehen sind: https://www.bswr.de/fauna/voegel/wiedehopf/index.php

Das ist nach 43 Jahren wieder die erste Brut in Nordrhein-Westfalen. Eine Sensation für die Essener Ornithologen.

In den letzten Tagen gab es durch Daniel Hering und Uwe van Hoorn weitere Beobachtungen von Altvögeln, sodass die Hoffnung auf eine Zweitbrut besteht. Der Brutplatz wird selbstverständlich nicht veröffentlicht, um Störungen durch Fotografen usw. zu vermeiden.

Helfer*innen gesucht: NABU Ruhr baut Amphibienzäune in Essen auf

Die ersten Kröten und Frösche sind schon unterwegs! Das heißt für die Amphibien-AG des NABU Ruhr, ihre Schutzzäune an den Straßen aufzubauen. Der längste Amphibienschutzzaun an der Wuppertaler Straße (Heisingen) steht bereits, der zweitlängste am Schuirweg soll am kommenden Samstag, 22.02.2020, aufgestellt werden. „Beim Zaunaufbau, aber auch danach, sind viele helfende Hände gefragt! Denn die Zäune müssen morgens und abends kontrolliert werden. Wir freuen uns über daher über jede neue Helferin und jeden neuen Helfer!“, erklärt Susanne Erbach von der Amphibien-AG.
Aufgrund des milden Winters wandern Erdkröten, Grasfrösche und Molche schon ab jetzt in ihre Laichgewässer ein, teilweise zu Tausenden, und das bis zu zwei Kilometer weit. Ohne rettende Krötenzäune würde das Überqueren von stark befahrenen Straßen für etliche Tiere den sicheren Tod bedeuten.

Organisiert wird der Betreuungsdienst über eine Online-Datenbank. Kontakt bei Interesse über info(at)nabu-ruhr.de, ausführlichere Infos zur Amphibien-AG unter https://www.nabu-ruhr.de/arbeitsgruppen/amphibien/.

Neue Reithalle gefährdet Steinkäuze in Byfang

Steinkauz, Foto © NABU/Clemens Karkow Steinkauz, Foto © NABU/Clemens Karkow

Steinkauz-Vorkommen: NABU Ruhr kritisiert Bau von Reithalle in Byfang

Mit dem Neubau der Reithalle an der Scheebredde in Byfang entsteht erneut eine versiegelte Fläche im Außenbereich der Stadt Essen. „In unmittelbarer Nähe des Baugebietes befindet sich eines der letzten Vorkommen des Steinkauzes auf Essener Stadtgebiet, weshalb die Fläche eine besondere Bedeutung für den Natur- und Artenschutz hat“, so Elke Brandt, 2. Vorsitzende des NABU Ruhr. „Mit dem Bau der Reithalle geht ein wichtiger Teil des Steinkauz-Revieres verloren, da die nun versiegelten Wiesen mit ihren Vorkommen an Mäusen, Käfern und Insekten dem Kauz als Nahrungsgrundlage gedient haben“, so Rainer Soest, Leiter der AG Eulen. Elke Brandt ergänzt: „Der Steinkauz gehört zu den planungsrelevanten Arten und ist damit besonders geschützt. Mir ist unbegreiflich, wie die zuständigen Ämter hier überhaupt eine Baugenehmigung erteilen konnten. Ich fordere die Politik auf den Bau unverzüglich zu stoppen!“
Der NABU Ruhr kämpft dafür, diese und weitere Arten in Essen und Mülheim an der Ruhr zu schützen. Der Steinkauz ist lokal bereits vom Aussterben bedroht. Insgesamt gibt es nur noch rund 5 Paare der amselgroßen Eulenart auf Essener Stadtgebiet.

 

Pressemitteilung vom 10.02.2020

NABU Ruhr gegen Flächenfraß

Der NABU Ruhr hat sich in den vergangenen Wochen gegen die Pläne der Stadt Essen gestellt, wichtige Grünflächen und Landschaftsschutzgebiete für den Wohnungsbau zu opfern.

Gemeinsam mit rund 1000 Bürgern aus dem gesamten Stadtgebiet nahmen Mitglieder des NABU Ruhr am 3. November 2019 an einer Protestdemonstration teil, die von der Haarzopfer Bürgerinitiative „Finger weg von Freiluftflächen“ organisiert wurde. Die friedliche und bunte Demonstration brachte für eine gute Stunde unter Begleitung der Polizei den Verkehr in Haarzopf zum Stillstand.

Insbesondere in Schönebeck, Gerschede und Haarzopf, aber auch in anderen Stadtteilen wurden schon vorher insgesamt mehr als 12.000 Unterschiften gegen die Bebauung wichtiger Klima- und Freiflächen gesammelt. Die Bürger machten klar: wenn Wohnbebauung notwendig ist, dann soll sie durch Innenverdichtung, das Schließen von Baulücken oder die Erschließung von alten Industrieflächen erfolgen, nicht aber in den für die Lebensqualität so wichtigen Grünflächen. Gerade Essen hat als ehemalige „Grüne Hauptstadt Europas“ dabei eine besondere Verpflichtung.

Der Widerstand zeigt erste Erfolge: die Ratsfraktion der SPD hat definitiv erklärt, dass sie keine Bebauung in Landschaftsschutzgebieten oder anderen wichtigen Grünzonen zulassen wird.

Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas

NABU sucht Seniorinnen und Senioren für Praxisprojekt

 

Heimische Tier- und Pflanzenarten und deren Schutz spielen im Lebensalltag von Kita-Kindern oft eine untergeordnete Rolle. Gemeinsam mit engagierten Seniorinnen und Senioren will deshalb der NABU aktiv werden und in ausgesuchten Kindertagesstätten spannende Naturoasen schaffen. Hierzu werden Naturfreunde in der nachberuflichen Phase gesucht, die sich zu sogenannten Kita-Naturbotschafterinnen und -botschaftern ausbilden lassen möchten. Innerhalb von acht praxisnahen Workshops und drei Erfahrungsaustauschen wird das nötige Wissen vermittelt. Während der zweijährigen Ausbildung werden auch viele Aktionen rund um die Natur durchgeführt, die durch das bereits parallel zu den Ausbildungen startende Engagement in den jeweiligen Paten-Kitas auch dort sofort umgesetzt werden können. Gerade Ältere verfügen oft über ein Naturwissen und haben Erfahrungen etwa beim Gärtnern, die sie gerne an die Kleinsten weitergeben möchten. Aus diesem Grund setzt der NABU auf das Erfahrungswissen der Seniorinnen und Senioren.

 

Dank der Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und durch das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen kann die zu Beginn des neuen Jahres startende Ausbildung kostenlos angeboten werden. In einem persönlichen Gespräch erhalten interessierte Seniorinnen und Senioren nähere Informationen. Der NABU freut sich auch, wenn sich interessierte Kitas oder Eltern melden. Gemeinsam können dann Seniorinnen und Senioren für ein Engagement gesucht werden.

 

Interessierte senden eine Bewerbung mit stichpunktartigem Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben per Post an NABU Natur- und Jugendzentrum Voßgätters Mühle, Vanessa Burneleit, Möllhoven 62, 45355 Essen oder per E-Mail an vanessa.burneleit@vossgaetters-muehle.de. Weitere Informationen sind unter www.kita-naturbotschafter.de zu finden.


Hintergrund: Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas“

 

Das Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas“ ist im Juli 2019 gestartet und läuft bis Juni 2025. Die drei NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland führen das Projekt gemeinsam in den sieben Regionen Bingen, Trier, Landau, Lippe, Essen, Münsterland und Saarbrücken durch. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Zusätzliche Mittel werden von den Umweltministerien in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland sowie von den drei NABU-Landesverbänden bereitgestellt.

Schwalbeninventur in Essen

Aufruf in der Presse, Foto R. Soest, NABU Aufruf in der Presse, Foto R. Soest, NABU

Auch in diesem Jahr rief die Schwalbengruppe des NABU Ruhr die Essener Bürger über die Zeitung auf, Brutplätze von Mehlschwalben, Rauchschwalben und Mauerseglern zu melden.

Mehr als 50 Anrufe bzw. Zuschriften haben uns daraufhin erreicht. Die so erhaltenen Daten werden schon über mehrere Jahre erfasst und geben einen aufschlussreichen Einblick über die Bestandsentwicklung in Essen.

Demnach halten sich Mehl- und Rauchschwalbenbestände auf niedrigem Niveau konstant. Da Mauersegler keine von außen sichtbaren Nester bauen und nur durch Zufallsbeobachtungen erfasst werden können, sind daher keine genauen Angaben möglich. Fest steht aber, dass die Mauersegler in dieser Saison wieder besonders stark unter den hohen sommerlichen Temperaturen gelitten haben. Viele noch nicht flügge junge Mauersegler, die vorzeitig wegen Überhitzung aus dem Nest gekrochen sind, aber auch verletzte erwachsene Mauersegler wurden an privaten Auffangstationen in Mülheim, Essen, Duisburg und Oberhausen abgegeben. Sie sind mit großem persönlichem Engagement von fachkundigen Personen aufgepäppelt und gesund gepflegt worden.

Hier ein interessantes, mit Bildern belegtes Beispiel über eine Meldung aus Katernberg von Kathrin Aust
Mauerseglerbericht Kathrin Aust.pdf
PDF-Dokument [38.6 KB]

Schwalbeninventur in der Kettwiger Altstadt

Exkursionsteilnehmer, Foto © Rainer Soest, NABU Exkursionsteilnehmer, Foto © Rainer Soest, NABU

 

Flugkünstler und Gebäudebrüter in Essen-Kettwig
Sa, 15.06., 15 - 17 Uhr, Vogelkundlicher Spaziergang
Peter Galdiga, Rainer Soest
Treff: 45219, Rathaus Essen-Kettwig,
Bürgermeister-Fiedler-Platz 1

Pesseinformation zu der oben aufgeführten Schwalbenexkursion vom 15.06.19

„Schwalbeninventur in der Kettwiger Altstadt"

Der NABU hatte auch dieses Jahr wieder zu einer vogelkundlichen Führung durch Kettwig eingeladen, um die Schwalben und andere Gebäudebrüter einem interessierten Publikum nahe zu bringen. Herrn Galdiga, der sich zusammen mit anderen Mitarbeitern der Schwalbengruppe des NABU seit Jahren um dieses Thema kümmert, merkt man seine Begeisterung für die Vogelwelt im Allgemeinen, im Besonderen aber auch für unsere Kulturfolger, wie z.B. die Mehlschwalben, Mauersegler und Haussperlinge, deutlich an. Zu jedem einzelnen Vogel hat er Bilder und Klangproben ihrer Gesänge parat, so dass wir als Teilnehmer die Natur in der eigenen Stadt noch besser kennen und schätzen lernen können.

           
Während wir uns gerade ein Schwalbennest unter einem Dachvorsprung anschauen, und uns fragen, ob es wohl besetzt ist, kommt eine Mehlschwalbe angeflogen, setzt sich auf den oberen Rand des Nestes und füttert zwei Jungvögel, die sich hörbar bettelnd aus dem Nest strecken. Alle Zuschauer sind fasziniert.
Oder der Mauersegler, der wie ein schwarzer, schneller Schatten in einer Ritze des Ortganges eines Daches verschwindet und nach wenigen Minuten urplötzlich wieder aus dem Dach „fällt", um in einer unglaublich akrobatischen Eleganz und Schnelligkeit wieder auf Nahrungssuche zu gehen.
Wird es diese Brutmöglichkeiten auch in Zukunft noch an unseren modern renoviert und gut isolierten Häusern geben?
Leider wird bei unserem Stadtrundgang auch klar, dass die Schwalbenbestände rückläufig sind. Da wo früher mal an den Hausfassaden das Leben der „Glücksbringer“ pulsierte, und sich ein Nest an das andere reihte, sind an vielen Hausfassaden nur noch alte Abdrücke oder Reste verfallener Nester zu erkennen.
Wie Herr Galdiga erklärt, sind die Schwalbenbestände in Kettwig, die wir seit etwa 25 Jahren kartieren, massiv zurückgegangen.
Es ist das aktuelle Thema des Insektenschwundes, das gerade auch für die Schwalben und Mauersegler gilt, da sie sich zu100% von Insekten ernähren. Aber auch Mangel an Baumaterial, durch das Fehlen von feuchten Lehmpfützen oder die übertriebene Hygienevorstellung einiger Hausbewohner bringen die Schwalben in Bedrängnis, denn der Kot von Schwalben kann sich z.B. auf den Fensterbänken ansammeln, die sich direkt unter einem Nest befinden. Eine schnelle und unkomplizierte Lösung dafür konnten wir unterwegs an einem Haus sehen, wo ein Bewohner ein kleines Kotbrettchen auf der Fensterbank angeklemmt hatte, um es nach der Schwalbensaison wieder entfernen zu können.

Den meisten Teilnehmern hat es wohl gefallen, die Altstadt und ihre eher unauffälligen Mitbewohner einmal näher kennen zu lernen und würden diese Vögel auch in Zukunft nicht missen wollen.

 

Text: Rainer Soest

Die Feldlerche ist „Vogel des Jahres 2019"

Feldlerche - Vogel des Jahres 2019, Foto © Manfred Delpho, NABU Feldlerche, Foto © Manfred Delpho, NABU

Typischer Agrarvogel im Sinkflug

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Es kommt selten vor, dass ein Vogel zum zweiten Mal seit 1998 als Vogel des Jahres ausgerufen wird.

Seitdem ist mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden. In Nordrhein-Westfalen hat der Bestand der Feldlerche sogar um mehr als 50 Prozent in den vergangenen 25 Jahren abgenommen.

Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil noch wesentlich schlechter geht. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. NABU und LBV fordern deshalb für die derzeit laufenden Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern.

 

Machen Sie mit bei unserer 114-Euro-Aktion. Hier finden Sie alle Informationen:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/feldlerche/index.html

NABU-Pflanzentauschbörse auf dem Mechtenberghof

Trotz regnerischem Aprilwetter war wieder viel los bei der Pflanzentauschbörse

Foto © Christian Bölke, NABU Foto © Christian Bölke, NABU

Am 27. April fand wieder die NABU-Pflanzentauschbörse auf dem Mechtenberghof in Essen statt. Bereits zum 8. Mal standen der NABU Bochum, der NABU Gelsenkirchen, der NABU Ruhr und die NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet für alle Fragen rund um Pflanzen, Gärten und natürlich auch die Arbeit und Projekte des NABUs zur Verfügung.

 

Trotz einiger starker Regenfälle haben sich wieder viele Menschen mit  Pflanzen aus dem Garten auf den Weg zu uns gemacht. Es wurde reichlich getauscht: Von Pechnelken, über das Gefleckte Lungenkraut und gelbe Schlüsselblumen bis hin zur Wilden Karde und Roten Lichtnelke, war alles dabei, was das Gärtnerherz höher schlagen lässt. Auch Tomaten-, Gurken- und Zucchinipflanzen wurden zum Tauschen mitgebracht und fanden einen neuen Garten. 

 

Einige Besucherinnen und Besucher wurden auch selber aktiv und bauten Nistkästen für Stare und Meisen. Erstmalig konnten auch Nisthilfen für Wildbienen selber hergestellt werden. Das NABU-Projekt „Zeit der Schmetterlinge“ gab außerdem Tipps für einen schmetterlingsfreundlichen Garten und hatte viele Pflanzen für Schmetterlinge im Gepäck: Wilde Möhre, Blutweiderich, Disteln, Thymian, Oregano und viele andere Arten, die gerne von Schmetterlingen aufgesucht werden. Mit ihrem Vortrag „Naturnahe Elemente in den Garten integrieren“, gab Dorothea Schulte von Naturgarten e.V. viele gute und leicht umsetzbare Tipps wie man im Garten etwas für Insekten, Vögel, Igel und Co tun kann. Auch die naturkundliche Exkursion rund um das Hofgelände mit Bernhard Demel vom NABU Ruhr wurde gerne angenommen. Hierbei konnte der Experte über zahlreiche interessante Pflanzen erzählen und diese auch auf dem Gelände des Bauernhofs zeigen.

Foto © Christian Bölke, NABU Foto © Christian Bölke, NABU

Bei einer Tasse heißem Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen im Hofcafé, konnte man über den Regen und die Kälte auch hinweg sehen. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Text: Sarah Bölke

Mehr Fotos von der Pflanzenbörse gibt's auf NABU im Ruhrgebiet

Industrielle Landwirtschaft stoppen - Neue Agrarpolitik jetzt

114 €-Schein mit Vogel, Grafik © NABU 114 €-Schein mit Vogel, Grafik © NABU

Immer mehr Menschen erkennen, dass 58 Milliarden EU-Förderung einer industriellen Landwirtschaft nutzt, aber vielen extrem schadet. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, erhält viele Subventionen, egal was und wie produziert wird. Bauern/Bäuerinnen, Haustiere, Böden, Insekten, der Regenwald, Verbraucher/innen und viele Menschen in anderen Teilen der Welt haben dadurch das Nachsehen.
Die bundesweite NABU-Kampagne "
Neue Agrarpolitik jetzt" ruft alle Bürger zur Beteiligung auf - für eine Reform der EU-Agrarpolitik zugunsten naturverträglicher Maßnahmen. Schreiben Sie Ihrem EU-Abgeordneten in Brüssel, wofür Ihre 114 Euro - der Anteil pro Bürger an den jährlichen Agrarsubventionen - ausgegeben werden sollen. Dazu auf den 114 €-Schein klicken!

Zudem findet am 18.1.2019 die „Wir haben es satt-Demo“ in Berlin statt. Die BUND-Kreisgruppe Essen bietet eine Busreise nach Berlin an.

Anmeldung auf der Website des BUND https://www.bund-essen.de oder direkt unter: wir-haben-es-satt@bund-essen.de

Kosten: 25,00 € für Hin- und Rückfahrt  

Weitere Infos und Einzelheiten finden Sie hier.

„Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017“ lässt grüßen

Schwalbenturm in der Gruga, Foto © R. Soest, NABU Ruhr Schwalbenturm in der Gruga, Foto © R. Soest, NABU Ruhr

Der Schwalbenturm, ein Projekt der Grünen Hauptstadt - Essen 2017, vorgeschlagen und realisiert von der Schwalbengruppe des NABU Ruhr, ist endlich fertig geworden. Nun steht er einsatzbereit in der Gruga zwischen Kleintiergarten und historischem Bauernhof, Nähe Eingang „Grugabad“.

Der Schwalbenturm ist eigentlich ein Artenvielfaltturm, weil er nicht nur unseren bedrohten Gebäudebrütern, wie Mehlschwalben Spatz und Co. Nistmöglichkeiten bietet, sondern auch einige Sommerquartiere für Fledermäuse beinhaltet. Im Umfeld des Turmes werden alte Nutztierrassen, Pferde und Schafe gehalten. Es sind Wiesen und Gewässer in der Nähe, die Insekten anziehen und den Vögeln bzw. Fledermäusen gute Nahrungsgrundlagen bieten. Aus der nächstgelegenen Mehlschwalbenkolonie, die sich an Hausfassaden auf der Margarethenhöhe befindet, erhoffen wir uns die Besiedelung der Schwalbennester.

Insbesondere wollen wir mit dem Schwalbenturm auf die schwierige Situation der Gebäudebrüter in unserer Stadt aufmerksam machen. Die Probleme diesbezüglich sollen durch Informationsmaterial in einem Schaukasten und öffentlichen Exkursionen zur Schwalbensaison aufgezeigt werden.

Ein Herz für Amphibien

Zur Veranstaltung im Blücherturm sind Menschen gekommen, deren Herz für Amphibien schlägt. Spätestens beim Verlassen des Blücherturms.

Krötenausstellung im Blücherturm, Foto © Cora Ruhrmann, NABU Ruhr Krötenausstellung im Blücherturm © C. Ruhrmann, NABU

Die Verantwortlichen Margot Abel, Sabine Lümmen und Cora Ruhrmann haben mit Unterstützung von selbstgebackenem Kuchen und viel Info- und Anschauungsmaterial Fragen beantwortet und von den Erlebnissen beim Schutz von Amphibien so intensiv erzählt, dass sich jeder den Amphibien Essens näher fühlte.

Der Vortrag von Dr. Randolph Kricke von der UNB in Duisburg ist so gut angekommen, dass er ihn direkt zweimal gehalten hat.

Eine anschließende Diskussion der Zuhörer wurde lebhaft geführt. Auch echte Kröten waren Teil der Veranstaltung, beim abschließenden Besuch der nahegelegenen Krötenwanderungsstrecke wurden die neuen Lieblingstiere ausgiebig betrachtet.

Sind Kröten vonnöten? Das konnte mit ja beantwortet werden. Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch aus dem Herzen gesprochen. Wir lieben Kröten. Und nach dieser Veranstaltung ein paar Menschen mehr.

Falls Sie mitlieben wollen, freuen wir uns über Unterstützer.

Kontakt über Cora Ruhrmann   ag-amphibien(at)nabu-ruhr.de

Amphibienzaun am Schuirweg aufgebaut

2. März 2019: Krötenzaunaufbau am Schuirweg in Essen, Foto © R. Soest, NABU Krötenzaunaufbau am Schuirweg in Essen, Foto © R. Soest, NABU

Wie jedes Jahr um diese Zeit, trafen sich am Samstag (2.3.) Helfer der Amphibien-AG zum Krötenzaunaufbau am Oberschuirshof. Inzwischen gibt es seit bereits 8 Jahren gute Erfahrungen an diesem Standort, und so haben sich einige Tricks bewährt – wie z.B. die mobile Bretter-Schranke, die nachts Amphibien vor dem „ungebremsten“ Lauf auf die Straße schützt, tagsüber dem Bauern aber trotzdem die Einfahrt auf sein Feld ermöglicht! Der Aufbau war keinen Tag zu früh angesetzt: Bereits am Rosenmontag-Morgen befanden sich u.a. 39 Erdkröten in den Fangeimern! Ziel der wandernden Kröten, Grasfrösche, Berg- und Teichmolche sind die beiden Teiche neben dem Hof.

Hinweise zu Bsal
Vorsicht gilt bereits seit letztem Jahr wegen des Hautpilzes Batrachochytridium salamandrivorans (Bsal), der leider auch in Essen an verschiedenen Stellen nachgewiesen wurde. Er ist für Menschen ungefährlich, für Schwanzlurche (Molche und Salamander) aber tödlich. Frösche und Kröten erkranken nicht, übertragen den Pilz allerdings auf die Schwanzlurche.
Bei Zaundiensten und Exkursionen kommt es deshalb vor allem darauf an, die mögliche Infektion nicht von einem auf ein anderes Gebiet zu übertragen. Deshalb gelten folgende Vorsichtsmaßnahmen:

Erdkröten, Foto © Cora Ruhrmann Erdkröten, Foto © Cora Ruhrmann
An die Amphibienfreunde 
 
Die warmen Temperaturen sorgen dafür, dass die Amphibien mit ihrer alljährlichen Wanderung beginnen.
Der NABU-Ruhr betreut mehrere Stellen in Essen, an denen Mithelfer gesucht werden. Bitte sehen Sie sich einmal die Stellen an, an welchen Sie helfen mögen:
 
Essen-Heisingen: Wuppertaler Straße (Koordination: cora.ruhrmann(at)web.de)
 
Essen-Schuir: Schuirweg in Höhe Bauer Weber (Koordination susa-erbach(at)gmx.de)
 
Essen-Stadtwald: Ägidiusstr. (Koordination abel.margot(at)outlook.de)
 
Essen-Huttrop: Bonsiepen (Koordination juergen.vossen(at)t-online.de)
 
Kontaktieren Sie für den einzelnen Standort die entsprechende Person per Email, dort erfahren Sie auch, wann oder wie ein Zaunaufbau stattfindet und wie Sie weiterhin helfen können. Mehr dazu...
 
DANKE!!!
 
Es grüßt
Cora

NABU installiert Niströhren für Steinkäuze

Foto: Ramon Steggink Foto: Ramon Steggink

Pressemitteilung RWW

Mülheim an der Ruhr, 14. Juni 2018

 

Den Steinkauz wird’s freuen. Zwei Mitarbeiter des NABU Ruhr installierten jetzt vier Steinkauz-Brutröhren an ausgewählten Standorten auf Mülheimer-Gelände der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft. Beide Partner setzten mit dieser Aktion ihre langjährige Kooperation fort. Sie schaffen mit den Nistkästen die Möglichkeiten, zur Erholung der Population beizutragen. Reinhard Plath, Eulen-Experte beim Naturschutzbund:     „Wir beobachten seit Jahren einen kontinuierlichen Rückgang der Steinkauzbestände. Die Eulen finden nur noch wenige natürliche geeignete Höhlen in alten Bäumen, wie beispielsweise in Obstbäume, Weiden usw. Wir sind froh, dass RWW bereit war, hier zu unterstützen."

Foto: Ramon Steggink Foto: Ramon Steggink

Die Länge der angebrachten Niströhren beträgt rund einen Meter, der Durchmesser etwa 16 Zentimeter. Am Eingang befinden sich versetzte Öffnungen, die als Marderschutz dienen. Eine Dachpappe umschließt die Niströhre. Allerdings nicht in Gänze, da Feuchtigkeit nach untern entweichen soll. Kleine Löcher dienen der Belüftung. Zur Befestigung des Nistkasten wurde ein Gitterband verwendet.

 

Peter Heiks und Reinhard Plath engagierten sich bereits vor Jahren bei der Anbringung von Eisvögel-Nistkästen unter den Arkaden der RWW-Hauptverwaltung.

 

BU 1: Peter Heiks und Reinhard Plath (rechts) mit der fertigen Niströhre

BU 2: Peter Heiks installiert die Niströhre an einem geeigneten Ast

Essener Eulen wollen brüten

NABU möchte den Bestand von Steinkauz und Co. sichern.

Schleiereule, Foto © NABU Schleiereule, Foto © NABU

Eulen sind hierzulange durch das menschliche Eingreifen in die Natur stark gefährdet. Dabei leiden manche Arten mehr unter den veränderten Bedingungen als andere. Doch was unterscheidet eigentlich eine Waldohreule von dem aufwendig wiederangesiedelten Uhu? Die AG Eulen des NABU klärt auf.

 

Lesen Sie mehr auf Lokalkompass Essen.

 

Wir danken der Redaktion des Stadtspiegels Essen für die freundliche Genehmigung, einen Link zum Artikel von Julia Hubernagel auf unsere Homepage setzen zu dürfen.

Wir trauern um Dr. Klaus Grebe

Dr. Klaus Grebe, Foto © Grebe Dr. Klaus Grebe, Foto © Grebe

Unser langjähriges Vorstandsmitglied

Dr. Klaus Grebe verstarb im Alter von fast 84 Jahren am 4. November 2018.

 

Da er sich seit seiner Jugend mit der Beobachtung und Dokumentation der Natur beschäftigt hatte, fand er nach Beendigung seiner beruflichen Tätigkeit auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe für den (Un)ruhestand beim NABU Ruhr eine Vereinigung, in die er sich mit seinen naturkundlichen und auch beruflichen Erfahrungen als Naturwissenschaftler einbringen konnte.

Nach drei Jahren Mitgliedschaft wurde er 1997 Beisitzer im Vorstand. Wir lernten einen engagierten, kreativen Menschen kennen und schätzten ihn als einen Mann, der es verstand, auch in kontroversen Diskussionen sachlich zu bleiben.

 

Im Laufe der Zeit galt sein besonderes Engagement der Erstellung unseres Programms. Aus schrittweisen Veränderungen entstand 2008 anlässlich des 100jährigen Bestehens des NABU in Essen das farbige Programmheft. Er arbeitete an Gestaltung und Inhalt des gedruckten Programms, um damit die Außendarstellung des NABU Ruhr zu verbessern. Seine Leidenschaft zur Naturfotografie zeigte sich auf etlichen Titelfotos unseres Programmheftes und Fotos in seinen Textbeiträgen.

 

Mit der Serie NATUR ZUM STAUNEN gab er den Vortragsveranstaltungen, die der NABU Ruhr seit ca. 1977/78 in Kooperation mit der Volkshochschule Essen veranstaltet, ein neues Gesicht. Er gewann hochkarätige Referenten, die naturwissenschaftliche und naturkundliche Vorträge zu unterschiedlichen Themen hielten und die verständlich über spannende und komplexe Vorgänge berichteten, die in unsere Biosphäre zusammenwirken. Hohe Besucherzahlen zeugen für die erstklassige Qualität der Vorträge und ihrer Referenten.

2014 gehörte er mit zu den Initiatoren der Erneuerung der Homepage des NABU Ruhr.

 

Für sein Engagement wurde ihm auf unserer Mitgliederversammlung im März 2018 die silberne Ehrennadel des NABU verliehen. Wir haben einen tatkräftigen Freund verloren und sind dankbar für viele Anregungen, die er im Laufe seiner Vorstandsarbeit einbrachte.

 

Elke Brandt

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement

Chr. Chwallek, Dr. K. Grebe, Foto © NABU Chr. Chwallek, Dr. K. Grebe, Foto © NABU
Elke Brandt, Uwe van Hoorn, Foto © NABU Elke Brandt, Uwe van Hoorn, Foto © NABU

Anlässlich der Mitgliederversammlung am 13. März 2018 im Natur- und Jugendzentrum Voßgätters Mühle in Essen-Borbeck wurden Dr. Klaus Grebe, Vorstandsmitglied des NABU Ruhr, und Uwe van Hoorn, Gründungsmitglied der NAJU Essen / Mülheim, vom stellvertretenden Landesvorsitzenden des NABU NRW, Christian Chwallek, für ihr ehrenamtliches Engagement mit der "Ehrennadel in Silber" ausgezeichnet.

Tote Grünfinken durch Trichomonaden

Grünfinken an FGrünfinken am Futterautomat, Foto © NABU Ingo Ludwichowski Grünfinken am Futterautomat, Foto © NABU Ingo Ludwichowski

Sommerhitze fördert Verbreitung des Erregers

Nicht nur beim NABU Ruhr gehen in diesem Sommer wieder vermehrt Meldungen zu toten Grünfinken ein. Dafür verantwortlich ist der Erreger „Trichomonas gallinae“. Futter- und insbesondere Wasserstellen für Vögel sind gerade im Sommer ideale Ansteckungsherde, so dass ein kranker Vogel schnell andere Vögel infizieren kann. Die Krankheit ist durch einfache Maßnahmen zu stoppen. Lesen Sie mehr!

Mitmachen beim „Insektensommer“!

 

Beobachten und zählen Sie eine Stunde lang Sechsbeiner.

Beobachten Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und werden Sie Teil unserer bundesweiten Meldeaktion für Insekten. Vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August können Sie an der Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen. Suchen Sie sich dafür einen schönen Platz, von dem Sie einen guten Blick in die Natur oder Garten haben. Hier geht's zur Zählhilfe und zur NABU-App.
Wir rücken die Insekten in den Fokus. Zählen Sie die kleinen Krabbler und sammeln Sie Daten für die Artenvielfalt:
Jedes Insekt zählt!

Zeit der Schmetterlinge - Mitmachaktion 15.6. - 16.7.18

Mitmachaktion © NABU NRW Mitmachaktion © NABU NRW

Sie sind selten geworden die Tagfalter in Nordrhein-Westfalen. Admiral, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs fliegen längst nicht mehr häufig durch unsere Gärten. Um auf diesen dramatischen Artenschwund unserer heimischen Insektenfauna aufmerksam zu machen, hat der NABU NRW 2014 das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung geförderte Projekt „Zeit der Schmetterlinge“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes werden jedes Jahr über einen Zeitraum von 4 Wochen Schmetterlinge gezählt.

Nun ist es wieder soweit: vom 15. Juni bis 16 Juli können Falter gezählt und gemeldet werden. Informationen finden Sie hier.

Aufruf: Schwalben und Mauersegler melden!

Schauen nach den Schwalben: (v.l.) U. Hoffmann, P. Galdiga und R. Soest - Foto © Stefan Arend Schauen nach den Schwalben: (v.l.) U. Hoffmann, P. Galdiga und R. Soest - Foto © Stefan Arend

Zurzeit brüten Schwalben und Mauersegler wieder bei uns. Aber wie viele Nester gibt es noch in Essen und Mülheim und wo befinden sie sich?

Deshalb bittet die Schwalbengruppe des NABU Ruhr auch in diesem Jahr alle Essener und Mülheimer Bürger, Niststandorte von Schwalben und Mauerseglern zu melden. Sind Anzahl und Standorte der Nistplätze bekannt, können die Bestände gezählt, kontrolliert und geschützt werden.

 

Nistplatzmeldungen wenn möglich mit Angaben zur Vogelart, der Anzahl der Nester und des Standorts an:

NABU Ruhr   Tel./AB: 0201 - 7 10 06 99

E-Mail:           info@nabu-ruhr.de

 

Für Rückfragen im Bereich Essen:

Email:  rainer.soest@nabu-ruhr.de

 

Für Rückfragen im Bereich Mülheim:

E-Mail: ag-wasservoegel-mh@nabu-ruhr.de

 

Die Arbeitsgruppe hofft nicht nur auf Rückmeldungen in Sachen Schwalben- und Mauerseglerbestand, sondern auch auf aktive Mitarbeiter.

NABU_Schwalbenaufruf Essen.pdf
PDF-Dokument [156.2 KB]
NABU-Schwalbenaufruf Mülheim.pdf
PDF-Dokument [396.6 KB]

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