Grasfrosch, Foto © Cora Ruhrmann, NABU Ruhr
Grasfrosch, Foto © Cora Ruhrmann, NABU Ruhr

Amphibien AG  - Wir lieben Kröten

Erdkröten, Foto © Cora Ruhrmann Erdkröten, Foto © Cora Ruhrmann

Kröten kommen in Gedichten und Sprüchen immer schlecht weg.

 

Warum das so ist, bleibt schleierhaft, denn wir finden, dass Kröten ausgesprochen niedliche Tiere sind. Mit ihren goldenen Augen und ihrem behäbigen Verhalten haben sie sich im Sturm einen Platz in unseren Herzen erobert.

 

Sie müssen sich im März eines jeden Jahres selbst davon überzeugen! Kommen Sie mit auf eine Exkursion oder helfen Sie mit, Kröten zu schützen.

 

Wir helfen auch nicht nur Erdkröten sondern auch Fröschen und Molchen. Alle Amphibien sind bei uns in guten Händen.

 

Amphibienzaun-Aufbau, Foto © Cora Ruhrmann Foto © Cora Ruhrmann

Zu Beginn der Laichwanderung bauen wir in Essen an drei Stellen einen Schutzzaun auf, der die Tiere daran hindert, die Straße zu queren: In Schuir, an der Heisinger Straße (zwischen Stadtwald und Heisingen) und in Bergerhausen.  An der Schellenbergstrasse im Bereich des Borschbachs in Bergerhausen/Stadtwald wird eine temporäre Straßensperrung vorgenommen. Die Straße wird in den Abend- und Nachtstunden für den Verkehr gesperrt, so dass die Kröten und Frösche dort ungehindert wandern können.

Bauen wir einen Schutzzaun auf, ist das ein mehrstündiges, sportliches Engagement, das auch nicht ungefährlich ist. Wir arbeiten direkt am Straßenrand. Spätestens nach diesem Einsatz weiß man, dass Amphibien es bei einer Straßenüberquerung wirklich schwer haben.

 

Wenn genügend Helfer mit dabei sind, ist das schnell geschafft und man kann noch nette Gespräche führen.

 

Warum sollte man Kröten und Frösche schützen, fragt man mich immer wieder.

Kröten und Frösche sind nicht nur Tiere, die wir aus ethischen Gründen schützen sollten, ökologisch betrachtet sind Amphibien Lebewesen unserer Lebensgemeinschaft. Je mehr Arten in dieser Gemeinschaft verknüpft sind, desto stabiler ist das System und kann Umweltveränderungen besser begegnen.  Wenn wir keine Amphibien mehr hätten, würden sich andere Arten dezimieren, die mit Amphibien in Verbindung stehen; letztendlich wäre auch der Mensch betroffen.

In Essen haben wir viele Kröten und Frösche, besonders in der südlichen Hälfte Essens sind viele Amphibien zur Zeit der Krötenwanderung unterwegs auf den Straßen. Darauf können wir stolz sein, dass wir eine Natur haben, in der die Feuchtlufttiere ihren Lebensbereich finden.

Wenn man einmal in die Krötenaugen geschaut hat und Zuneigung gefasst hat, schützt man Kröten und Frösche auch einfach deshalb, weil man das schützt, was man liebt.

Darum arbeiten wir daran, dass es mehr Krötenliebhaber geben wird. Vielleicht kommen Sie im nächsten Jahr mit auf eine Krötenexkursion. Dort Vorsicht: Verliebensgefahr!

Und falls Sie schon verliebt sind: Wir freuen uns immer über aktive Mithelfer! Kontaktieren Sie uns! Am besten direkt zu Beginn eines neuen Jahres. Dann stehen wir Krötenschützer in den Startlöchern. 

 

Kontakt über Cora Ruhrmann    ag-amphibien{at)nabu-ruhr.de

Hier einige Impressionen zum Zaunaufbau in Heisingen im März 2015

Wenn Sie wissen wollen, wo überall in Deutschland Krötenzäune installiert werden, informieren Sie sich hier.

Amphibienwanderung beginnt bald - Zaun-Helfer gesucht

                                                                                                       

                                                                                                                 16.2.2017

Liebe Mitglieder und Freunde des NABU Ruhr,  

 

bald ist es wieder so weit: Die Saison der Krötenwanderung steht vor der Tür, auch wenn das Wetter im Moment noch wechselhaft und eher kalt ist. Sobald aber die nächtlichen Temperaturen konstant über  5°C bleiben,

wandern Kröten, Frösche und Molche in ihre Laichgewässer – zu Hunderten, zum Teil zu Tausenden, und bis zu zwei Kilometer weit! Da ist das Überqueren von Straßen denkbar gefährlich und kann ohne Hilfe eben diesen Tausenden das Leben kosten.

 

Das bedeutet für unsere Amphibien-AG: Auch wir sitzen in den Startlöchern und müssen bald unsere Schutzzäune an verschiedenen Stellen im Essener Stadtgebiet aufbauen und anschließend täglich betreuen, bis alle Amphibien ihre Ziele erreicht haben. Da vor allem der Aufbau immer viel Arbeit bedeutet, freuen wir uns alljährlich über jede helfende Hand!

 

Jeder der möchte, kann mitmachen, wir weisen alle Interessierten gerne in das Prozedere ein und informieren über alles, was ein Krötenschützer wissen muss. Zu beachten ist nur, dass die Arbeit an stark befahrenen Straßen und spätabends für Kinder unter 12 Jahren zu gefährlich ist. Es gibt aber für Kinder in Begleitung Erwachsener eine gesonderte Exkursion etwa Mitte März: https://www.nabu-ruhr.de/veranstaltungen/m%C3%A4rz-2017/ .

 

Also: Bitte melden Sie sich bei Interesse bei mir oder bei Cora Ruhrmann unter ag-amphibien@nabu-ruhr.de

Noch etwas: Aus organisatorischen Gründen ist ein Internetzugang empfehlenswert, da die Betreuungs-Einsätze am Zaun (nicht der Aufbau) über eine Datenbank geregelt werden. Näheres bei Interesse.

 

 

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Erbach

NABU Ruhr e.V.
Waldlehne 111
45149 Essen
0201 / 71 00 699
E-mail:
geschaeftsstelle@nabu-ruhr.de
www.nabu-ruhr.de  

Aufbau Krötenschutzzäune.pdf
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Ausstellungen:

bis 30.11.17 Wunder der Natur OB

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