Haubenmeise, Foto NABU,Tom Dove
Haubenmeise, Foto NABU,Tom Dove

Aktuell

Endspurt

 

am 1. Juni 2021 ist Einsendeschluss für die Listen.

 

Hier weitere Infos: https://artenvielfalt-nrw.de/aktuelles/

 

Pressemitteilung des Naturschutzbeirates der Stadt Essen:

 

Nebeneinander von Uhu und Kletterei im Werdener Steinbruch nicht vereinbar

 

In Essen-Werden steht ein durch den Ruhrverband vorgenutzter Steinbruch zum Verkauf, in dem ein Uhu-Pärchen seit Jahren erfolgreich brütet. Neben der Stadt Essen hat der Deutsche Alpenverein seine Kaufabsicht bekundet. Der Deutsche Alpenverein strebt an, den Steinbruch für den Klettersport zu nutzen, ohne den Uhu zu verdrängen. Dazu will er jeweils nur in einem Teil des aus zwei Teilen bestehenden Steinbruchs klettern.

In der Zwischenzeit hat ein Gespräch stattgefunden, an dem Vertreter/innen der Naturschutzverbände, des Naturschutzbeirates und des Deutschen Alpenvereins teilnahmen. „Da die jungen Uhus beide Teile des Steinbruchs nutzen, wird das Konzept des Deutschen Alpenvereins jeweils einen Teil des Steinbruches für die Kletterei zu sperren und in dem anderen Teil zu klettern, nicht funktionieren, ohne den Uhu zu vertreiben“, so die Sicht der Naturschutzverbände nach der Gesprächsrunde.

 

Dr. Bodo Tigges, Vorsitzender des Naturschutzbeirates, erläutert dazu: „Nach intensiver Prüfung ist der Naturschutzbeirat zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Nebeneinander von Uhu und Kletterei auf Grund der geringen Größe des Steinbruchs nicht möglich ist. Der Naturschutzbeirat begrüßt deshalb, dass die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Essen den Deutschen Alpenverein darauf hingewiesen hat, dass ein Klettern nach den Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes fast das gesamte Jahr über rechtlich nicht zulässig ist. Der Naturschutzbeirat unterstützt darüber hinaus die Idee der Stadtverwaltung, zu prüfen, ob das Grundstück erworben werden kann, um damit auch als Grundstückseigentümerin den Artenschutz zu gewährleisten, und ob das Grundstück als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden kann.“

 

Zum Hintergrund: Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde (Naturschutzbeirat) ist gemäß § 70 Landesnaturschutzgesetz als unabhängige Vertretung der Belange von Natur und Landschaft bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen eingerichtet. Der Naturschutzbeirat soll bei Schutz, Pflege und Entwicklung der Landschaft mitwirken. Er setzt sich aus Vertreter/inne/n von Naturschutzverbänden sowie Landwirtschafts-, Waldbauern-, Gartenbau-, Jagd-, Fischerei-, Sport- und Imkereiverbänden zusammen.

 

Für Rückfragen:

Beirat Untere Naturschutzbehörde der Stadt Essen
Vorsitzende
r Dr. Bodo Tigges
c/o Stadt Essen
Umweltamt
Untere Naturschutzbehörde
45121 Essen

Stunde der Gartenvögel

 

vom 13. bis 16. Mai 2021 ist es wieder soweit, wir zählen wieder unsere geliebten Gartenvögel.

 

Hier können Sie mitmachen: Stunde der Gartenvögel

Der Vogel des Jahres 2021 - Das Rotkehlchen!

 

Das Rennen um die Wahl zum Vogel des Jahres 2021 hat der kleine Verwandte der Amsel für sich entscheiden können. Der ganzjährig bei uns beheimatete, durch sein namensgebendes, rotesBeffchen recht einfach zu erkennende Vogel, ist sehr präsent und gerade durch sein dem Menschen gegenüber recht zutraulichen Wesen ein echter Sympathieträger. In Gärten kennt man das Rotkehlchen als kecken Besucher, wenn es beispielsweise in frisch bearbeiteten Beeten oder am Komposthaufen auf Jagd nach aufgescheuchter Nahrung geht: kleine Insekten und Würmer. Auch auf Brachflächen ist es gern anzutreffen. Hauptsacheschön unordentlich. In dichtem, gern auch dornigen Buschwerk, fühlt es sich besonders wohl.

 

Der etwas melancholische, perlende Gesang ist schon sehr früh morgens zu hören - auch ein Effekt der zunehmenden Lichtverschmutzung im Ruhrgebiet. Sein Brutrevier wird vehement und rigoros verteidigt, sowohl gegen Artgenossen, als auch gegen andere Vogelarten. Bei der Wahl seiner Brutplätze ist es oftmals gezwungenermaßen kreativ, häufig sind Gärten allzu steril gestaltet. Da werden herumliegende Behältnisse, etwa leere Blumentöpfe, ja sogar herrenlose Gartenclogs oder umgekippte Gießkannen, schon mal zur Kinderstube umfunktioniert, wenn sonst keine geeigneten Plätze oder Halbhöhlen für den Nestbau vorhanden sind. Weitere Informationen unter obigem Link.

Frühling 2021

Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. Wer mit offenen Augen in seiner Nachbarschaft spazieren geht, sieht mit etwas Glück die Tauben balzen, was den Habicht freut. Die Blessralle verteidigt ihr Revier. Frühlings-Hungerblümchen und Hasenbrot zeigen magere Standorte an. In Baumscheiben wächst das unscheinbare und gefährdete Acker-Quellkraut. Bienen und Hummeln besuchen die ersten Frühblüher. Betrachten Sie weitere Bilder in unserer Foto-Galerie.

Luftbild Flughafen E/MH © 2015 AeroWest_Kartendaten Luftbild Flughafen E/MH © 2015 AeroWest_Kartendaten

Pressemitteilung: NABU Ruhr kritisiert Bebauungsabsichten am Flughafen Essen/Mülheim

 

Auf dem Gelände des Flughafen Essen/Mülheim soll ab 2034 der Flugbetrieb eingestellt werden. Zur Nachnutzung des Flughafens soll nun ein Wettbewerb zum städtebaulichen Rahmenkonzept ausgelobt werden, der drei mögliche Bebauungsvarianten vorsieht.

Das Gelände des Flughafens, gelegen zwischen den Naturschutzgebieten Rossenbecktal, Forstbachtal und Rumbachtal ist ein wichtiger Bestandteil des städteübergreifenden Biotopverbundes, der durch eine Bebauung unwiederbringlich zerstört würde. Wir schlagen daher vor, von den Plänen zur Bebauung abzusehen. Besser sollte das Flughafenareal im Zuge der Diskussion um den Regionalplan als Bereich für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung (BSLE) ausgewiesen werden. Dies würde die heimische Tier- und Pflanzenwelt schützen und genügend Raum für Freizeitangebote schaffen,“ so Dr. Frauke Krüger, 1. Vorsitzende des NABU Ruhr.

Jan Loges, der den NABU Ruhr im Beirat der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen vertritt, ergänzt: „Ich freue mich, dass sich auch der Naturschutzbeirat in einer Stellungnahme klar gegen die Bebauung des Flughafens positioniert hat. Sollte die Politik dennoch entscheiden, dass ein Wettbewerb durchgeführt wird, fordere ich eine weitere Variante mit in das Verfahren aufzunehmen, die eine Bebauung auf den wenigen, bereits versiegelten Flächen vorsieht. Nur so können die letzten Vorkommen von Feldlerche und Steinschmätzer im westlichen Ruhrgebiet ausreichend geschützt werden.“

In NRW gehen Tag für Tag etwa 12 Hektar Freiraum, was ungefähr 18 Fußballfeldern entspricht, durch Bebauung verloren. Dies macht sich besonders im dicht besiedelten Ruhrgebiet bemerkbar. Ob der Wettbewerb zur Bebauung des Flughafens ausgelobt wird, entscheidet der Rat der Stadt Essen am 24.03.2021. Der Beschluss dürfte gleichzeitig eine Vorentscheidung dafür sein, ob die vorhandenen Freiflächen verschont bleiben oder dem anhaltenden Flächenfraß zum Opfer fallen.

Amphibienzäune stehen, Helferlisten fast komplett

 

Es ist wie jedes Jahr: Anfang März sind die ersten Kröten und Frösche zu ihren Laichgewässern unterwegs und ja, auch wie jedes Jahr haben die Aktiven der Amphibien-AG des NABU Ruhr bereits ihre Schutzzäune an den Straßen aufgebaut, um Kröten, Frösche und Molche vor dem gefährlichen Straßentod zu retten.

Etwas ist 2021 aber ganz anders. „Wegen der Corona-Pandemie konnten wir nicht wie sonst mit vielen helfenden Händen die Zäune aufbauen, sondern mussten dafür ausgeklügelte Dienstpläne erstellen – und leider können wir auch keine Zaun-Exkursionen für Erwachsene und Kinder anbieten!“ bedauert Cora Ruhrmann, Leiterin der Amphibien-AG des NABU Ruhr. „Die Schutzzaun-Betreuung läuft aber wie üblich über eine Datenbank, dort können auch noch neue Helfer*Innen einsteigen – nach fachkundiger Einführung natürlich. Gesucht werden aber höchstens noch Freiwillige für die Morgendienste an der Wuppertaler Straße.

Doch auch ohne Zaun kann man natürlich überall spontan Amphibien über die Straßen helfen, mit Schutzweste und Eimer, wo immer man solche Hotspots entdeckt.

Ansonsten empfiehlt die Amphibien-AG, möglichst viele Kleingewässer in Gärten anzulegen. „Gerade angesichts zunehmender Dürren sind Kröten, Frösche und Molche immer mehr durch Trockenheit bedroht“, so Cora Ruhrmann. Bekanntlich sind Amphibien für ihre Fortpflanzung auf Gewässer angewiesen. Doch oft verschwinden kleine Gewässer, nicht nur durch Dürre, sondern auch durch Baumaßnahmen, oder sie werden aus gestalterischen Gründen auf Privatgrundstücken trockengelegt.

Wer nun inspiriert ist und gleich zur Tat schreiten möchte, sollte dies natürlich nicht ohne die nötigen Vorkenntnisse tun. Das Wichtigste: Kein Fischbesatz und keine Enten: Diese fressen Kröten-, Frosch- und Molchlaich. Seerosenblätter dagegen werden gerne als Sonnenterrasse genutzt. Vor allem aber: Fischen Sie keine Amphibien oder deren Laich aus der Natur ab, dies ist in Deutschland verboten! Hilfreiche Tipps, was man beim Anlegen eines Gartenteichs für Amphibien beachten sollte, gibt der LBV auf der Seite Gartenteich – hier wohnt die Erdkröte.

Auch in der Geschäftsstelle des NABU Ruhr gibt es passendes Info-Material, wie z. B. die NABU-Broschüre „Frösche, Kröten und Molche – Leben im Wasser und an Land“ gegen eine Gebühr von 2,50 €. Anfragen bei Interesse über www.nabu-ruhr.de/kontakt/, ausführliche Infos zur Amphibien-AG unter www.nabu-ruhr.de/arbeitsgruppen/amphibien/.

 

Jetzt online:                                                    Turmfalkenpaar im Glockenturm der Petrikirche

v. l. Justus Cohen (Pfarrer), Hendrik Peek (Gastronom), Harry Helming-Arnold (Küster), Thomas Brüseke (NABU Ruhr) und Reinhard Plath (NABU Ruhr), Foto © Andreas Köhring v. l. Justus Cohen (Pfarrer), Hendrik Peek (Gastronom), Harry Helming-Arnold (Küster), Thomas Brüseke (NABU Ruhr) und Reinhard Plath (NABU Ruhr), Foto © Andreas Köhring

 

Nicht nur Livestream-Gottesdienste, sondern auch Livestream-Turmfalken-TV

 

Dank der Initiative von Harry Helming-Arnold und Hendrik Peek können die Mülheimer Bürger seit dem 25.02.2021 im Livestream den Turmfalken im Glockenturm der Petrikirche beim Brüten und bei der Aufzucht seiner Jungen zuschauen.

 

Die Historie:

2009: Der Küster Harry Helming-Arnold entfernt einen Stein, den jemand vor das Einflugloch gelegt hatte. Es dauert bis 2012, bis Turmfalken den Brutkasten wiederentdecken.

2013 und 2014: Die Turmfalken schauen immer mal wieder vorbei. Ein Gelege ist nicht festzustellen.

2015: Während das Petrikirchenhaus in die Höhe wächst, brüten die Turmfalken zum ersten Mal und ziehen drei Junge groß. Schon in diesem Jahr hat der Küster die Idee, eine Webcam einzubauen.

2016: Auch dieses Jahr ziehen die Turmfalken wieder ein. Die geschlüpften drei Jungen lassen sich vom Weiterbau des Petrikirchenhauses nicht stören.

2017: Ein trauriges Jahr. Ein junger Turmfalke verirrt sich in den Glockenturm und stirbt. Als Hendrik Peek und Harry Helming-Arnold im Dezember den Kasten inspizieren, finden sie einen toten Turmfalken und zwei nicht ausgebrütete Eier. Der Brutkasten wird gereinigt und mit Holzspänen eine saubere Unterlage geschaffen.

2018: Erneut fliegen drei junge Turmfalken über den Kirchenhügel.

2019: Drei Turmfalken werden erbrütet. Einer fällt aus dem Nest und landet vor dem Petrikirchenhaus. Der Jungvogel schafft es am nächsten Tag auf das Kirchendach und wird weiter von den Eltern gefüttert.

2020: Wieder liegen drei Eier im Nest. Eine Krähe will die Eier im Nest fressen. Zwar können die alten Turmfalken sie vertreiben und verletzten sie so schwer, dass sie stirbt. Das Gelege aber ist zerstört.

2021: Am 2. Januar schmieden Hendrik Peek und Harry Helming-Arnold Pläne, den lange gehegten Wunsch einer Liveübertragung aus dem Nistkasten zu realisieren. Im Lockdown ist Zeit, die Pläne in die Tat umzusetzen. Hendrik Peek baut einen neuen Kasten, aus dem die Jungvögel nicht mehr in den Glockenstuhl gelangen können und dessen Einflugloch für Krähen zu eng ist. Anfang Januar wird die Technik (zwei Kameras, LAN-Kabel, usw.) eingebaut. Am 14. Januar lockt ein Männchen ein Weibchen mit einer Maus ins Nest.

Am 19. Januar kann Matthias Turck den ersten Teststream starten.

 

Links zum Turmfalken-TV:

https://m.twitch.tv/petrifalke_vek

https://mausefallemuelheim.de/falken-im-petrikirchenturm

 

 

Initiatoren, Unterstützer, Berater:

 

Vereinte Evangelische Kirchengemeinde in Mülheim an der Ruhr

Harry Helming-Arnold (Küster)

Justus Cohen (Pfarrer)

Andreas Köhring (Presbyter)

www.vek-muelheim.de

 

Hendrik Peek

Restaurant Mausefalle

www.mausefallemuelheim.de

 

NABU Ruhr:

Thomas Brüseke, Reinhard Plath

www.nabu-ruhr.de

 

Uhu schützen: NABU kritisiert geplanten Verkauf eines Steinbruchs in Essen-Werden

An der Laupendahler Landstraße in Essen-Werden soll ein durch den Ruhrverband vorgenutzter Steinbruch an den Deutschen Alpenverein (DAV) verkauft werden, in dem der Uhu seit etwa 10 Jahren erfolgreich brütet. Durch die Nutzung als Kletterwand fürchtet der NABU um den Fortbestand der größten Eulenart Essens.

 

Rainer Soest, der den Steinbruch im Namen des NABU Ruhr und der Stadt Essen als Naturschutzwächter betreut, ist besorgt: „Wir sprechen hier höchstwahrscheinlich von dem ersten Uhurevier in ganz Essen seit etwa 100 Jahren.“

 

Der Uhu, die größte Eule weltweit, war lange Zeit durch Verfolgung und Abschuss in ganz Deutschland fast ausgerottet * und hat sich erst seit etwa 30 Jahren, durch Wiederansiedlungsprogramme, die z. B. in der Eifel stattgefunden haben, auch in Essen langsam wieder ausgebreitet. Momentan gehen wir von etwa 3-4 Uhurevieren in ganz Essen aus. Wobei der Standort in Werden der älteste ist.

 

Zum ersten Mal vor 10 Jahren bemerkte Rainer Soest, im Rahmen seiner Tätigkeit als Naturschutzwächter die Uhubrut in diesem Steinbruch. Seitdem betreut er mit der AG Eulen des NABU Ruhr den Brutplatz im Einvernehmen mit der UNB und dem Ruhrverband. Dazu zählen sowohl die jährlichen Kontrollen des Brutplatzes auf Bruterfolg, die Überwachung des Steinbruchs zum Schutz der Brut, als auch Pflegearbeiten zum Eindämmen der Sukzession durch freihalten der Steinwände auf dem Gelände, denn der Uhu brütet am liebsten in Felsnischen, die nicht überwuchert sind, damit seine Brutnische nicht von Feinden wie Fuchs und Waschbär erreicht werden kann.

 

1 bis 4 Jungvögel hat das standorttreue Uhupaar hier jährlich großgezogen und damit maßgeblich zur Ausbreitung und dem Erhalt dieser streng geschützten Vogelart bei uns in Essen beigetragen.

 

Frauke Krüger, 1. Vorsitzende des NABU Ruhr, ergänzt: „Auf Grundlage der ökologischen Wertigkeit und artenschutzrechtlichen Bedeutung des Steinbruchs für eine streng geschützte europäische Vogelart sehen wir den langfristigen Schutz als oberste Priorität. Warum bisher eine Unterschutzstellung in Form eines Naturschutzgebietes oder eines Geschützten Landschaftsbestandteils seitens der Stadt nicht in Erwägung gezogen wurde, ist nicht verständlich. Wir fordern die Verwaltung daher auf, dieses wertvolle Stück Stadtnatur unter Schutz zu stellen, statt es für artenschutzwidrige Freizeitaktivitäten freizugeben.“

 

Obwohl das Gelände aus Sicherheitsgründen umzäunt ist, hat Rainer Soest in seiner Tätigkeit als Naturschutzwächter fast jährlich mit illegalen Kletterern zu tun gehabt, die sich weder an das Kletterverbot noch an den Artenschutz gehalten haben. Von behördlicher Seite ist trotz mehrfachen Anzeigens wenig unternommen worden, um den Verstößen Einhalt zu gebieten. Ein Sachverhalt der wenig Hoffnung macht, dass der Brutplatz für den Uhu beim anstehenden Verkauf erhalten bleibt. In einer Stellungnahme an die Untere Naturschutzbehörde bittet der NABU Ruhr die Stadtverwaltung ihre Position zu überdenken, um den nachhaltigen Schutz des Uhus in Essen sicher zu stellen. Nicht zuletzt durch die Schutzbemühungen des NABU konnte dieser Brutstandort bisher erhalten werden.

 

Das könnte jetzt aber mit dem geplanten Verkauf an den DAV ein jähes Ende nehmen. Der Steinbruch in Werden ist nachweislich für die Vereinbarkeit von Uhuschutz und Kletterei, wie es z. B. in einem Steinbruch in Wülfrath, dem Bochumer Bruch, praktiziert wird, zu klein. Der Uhu reagiert während der Brutzeit auf menschliche Störungen, insbesondere, wenn sie dem Brutplatz zu nahekommen, sehr empfindlich und so manche Brut ist aus diesen Gründen schon aufgegeben worden. Die geforderte Schutzzone von 100 Metern um die Uhubrutnische herum würde die Kletterei in diesem Steinbruch ganzjährig unzulässig machen, egal, in welchem Teil der Wand der Uhu gerade brütet.

 

 

* https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2005-uhu/02775.html

Stunde der Wintervögel

Amselmännchen, Foto © Thomas Bachhuber, NABU Amsel, Foto © Thomas Bachhuber, NABU

Vom 08. bis 10. Januar Vögel beobachten und melden

NABU und LBV rufen vom 08. bis 10. Januar zum zehnten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen.

Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit und machen Sie mit! Infos und aktuelle Ergebnisse siehe www.NABU.de und Presse bzw. Flyer und Zählhilfe

Natur im Frühwinter 2020

Im November und Dezember begibt sich die Natur langsam zur Ruhe und bereitet sich auf den Winter vor. Thomas Kalveram hat eine bunte Mischung aus Pflanzen, Tieren und Pilzen zusammen gestellt. Betrachten Sie weitere Bilder in unserer Foto-Galerie.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum...

Nadelbäume, Foto  © U. Eitner, NABU Foto U. Eitner, NABU

Weihnachtsbäume aus Ökoanbau oder heimischen Wäldern kaufen

Die meisten Weihnachtsbäume stammen aus eigens angelegten Weihnachtsbaumkulturen, wo heftig gespritzt und gedüngt wird. Der NABU empfiehlt als Alternative Öko-Bäume, aber auch Bäume aus dem regionalen Forst können ohne schlechtes Gewissen gekauft werden.

AG Eulen in Zeiten von Corona weiterhin aktiv

Steinkauz, Foto © Rainer Soest, NABU Steinkauz, Foto © Rainer Soest, NABU

Rainer Soest berichtet:

Am Samstag, dem 21.11.2020, war die AG Eulen für den Steinkauz tätig.

Peter Galdiga und Jesko Kruda bauten in unserer Gerätehütte „Hohe Birk“ mehrere Steinkauzröhren zusammen. Die Hütte ist, insbesondere in Zeiten von Corona, ein guter Montageort für solche Projekte, da sie einerseits genügend Stellfläche für eine Werkbank bietet und andererseits durch ihre offene Bauweise gut belüftet ist.

Montage Steinkauzröhre, Foto © Rainer Soest, NABU Montage Steinkauzröhre, Foto © Rainer Soest, NABU

In der Zwischenzeit fuhren Vincent Michel und Rainer Soest zu Andreas Wüster, Miteigentümer vom Herberger Hof und Betreiber des Cafés „Herberge“ in Heiligenhaus, um eine fertige Steinkauzröhre anzubringen.

Auf diesem idyllischen Hof im Vogelsangbachtal ist vor Kurzem der Steinkauz wieder entdeckt worden. Der engagierte Heiligenhauser erzählte, dass bisher immer nur ein einzelner Kauz gesehen wurde. Um die Chance einer Brut im Falle einer erfolgreichen Partnerwerbung zu erhöhen, konnte dank seiner Einwilligung, kurzfristig eine Nisthilfe auf einem seiner Apfelbäume befestigt werden.

 

 

 

VL: Vincent Michel, Andreas Wüster

Aktionsstart in der Voßgätters Mühle, Foto © Vanessa Burneleit, NABU Aktionsstart in der Voßgätters Mühle, Foto © Vanessa Burneleit, NABU

Insekten retten - Artenschwund stoppen"

ist das Motto der Volksinitiative Artenvielfalt NRW, getragen von BUND, LNU und NABU in NRW.
Der NABU Ruhr und die NAJU Essen/Mülheim werden aktiv die
Unterschriftensammlung zur Volksinitiative Artenvielfalt NRW unterstützen.

Gesucht werden zahlreiche Mitstreiter*innen und Standorte für
Sammelstellen in Essen und Mülheim, die sich an der
Unterschriftensammlung beteiligen möchten.

Weitere Infos:

https://nrw.nabu.de/news/2020/28418.html

https://www.facebook.com/NabuRuhr

Eindrücke von der Pilz-Exkursion im letzten Oktober

Die spannende Pilz-Pirsch mit unseren beiden Pilzexperten Bernhard Demel und Elias Hahn war - wie immer - ausgebucht!

Ältere Meldungen finden Sie in unserem  Archiv

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Foto © NABU, U.van Hoorn Zum NABU Vogeltrainer
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