Wegwarte, Foto Helge May, NABU
Wegwarte, Foto Helge May, NABU

Aktuell

Stadtradeln in Mülheim

 

Die Stadt Mülheim an der Ruhr nimmt vom 04. bis 24. September 2021 am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Mülheim an der Ruhr wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen.

 

Der NABU Ruhr ist mit einem Team vertreten.

Das Team heißt: NABU Ruhr MH

https://www.stadtradeln.de/muelheim

Jeder ist herzlich Willkommen.

Höchste Zeit zu handeln: Wir wählen Klima!

 

Mit Fridays for Future auf die Straßen!

 

Mach mit! Am Freitag, den 24. September gehen wir gemeinsam mit Fridays for Future bundesweit auf die Straßen. Wenn das Infektionsgeschehen es erfordert, protestieren wir mit Mundschutz und Abstand. Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft machen den Parteien mit buntem Protest klar: Wir wählen dieses Jahr eine Regierung, die beim Klimaschutz endlich Ernst macht. Sei dabei für eine gute Zukunft für alle!

Termine:

11.00 Uhr Grüne Mitte, Essen

16.00 Uhr Stadthafen, Mülheim (Ruhrbania)

Weitere Infos:

#Klimastreik

#FridaysForFuture

#AlleFürsKlima

Das Helferteam mit den NABU Ruhr-Vorsitzenden Elke Brandt und Dr. Frauke Krüger sowie NABU-Mitarbeiter Axel Pottschmidt vor dem Natur- und Jugendzentrum Voßgätters Mühle © Frauke Krüger, NABU Das Helferteam mit den NABU Ruhr-Vorsitzenden Elke Brandt und Dr. Frauke Krüger sowie NABU-Mitarbeiter Axel Pottschmidt vor dem Natur- und Jugendzentrum Voßgätters Mühle © Frauke Krüger, NABU

Pressemitteilung vom 30.07.2021:

 

Für den Naturschutz von Tür zu Tür

 

Für den Naturschutz sowie die Förderung der Umweltbildung werben derzeit Studentinnen und Studenten in einer großen Unterstützungsaktion im Raum Essen und Mülheim.

Die studentischen HelferInnen sind in den nächsten Wochen von
12:30 – 20:30 Uhr an den Haustüren in Essen und Mülheim für den Naturschutzbund (NABU) unterwegs, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für die Unterstützung seiner Naturschutzarbeit und Umweltbildung zu begeistern. Gesucht werden Fördermitglieder, die mit ihrem finanziellen Beitrag die gemeinnützigen Tätigkeiten des Vereins unterstützen.

Im Raum Essen und Mülheim haben für den Naturschutzbund (NABU) und seine Jugendorganisation, die Naturschutzjugend (NAJU) der Erhalt und die Betreuung zahlreicher Streuobstwiesen sowie weiterer Flächen und Biotope, die eine hohe Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten beherbergen, besonderen Stellenwert. Darüber hinaus ist der Schutz der immer seltener werdenden heimischen Vogelarten, wie Schwalben und Mauersegler, ein weiteres Ziel des Vereins. Durch Biotoppflege, Erfassung von heimischen Pflanzen und Tieren, Nistkastenbau und zahlreiche andere Maßnahmen des praktischen Naturschutzes soll unsere heimische Natur auch zukünftig gesichert werden.

Ein herausragendes Projekt ist auch das Natur- und Jugendzentrum Voßgätters Mühle, das von NABU und NAJU gemeinsam getragen wird und mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche, Familien, KiTa-Gruppen und Schulklassen einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung leistet.

Es werden neue Fördermitglieder gebraucht, um die Pflegemaßnahmen für mehr Artenvielfalt auch weiterhin umsetzen und die Arbeit des Natur- und Jugendzentrums Voßgätters Mühle weiter ausbauen zu können.

Die Studentinnen und Studenten, die nun für den NABU werben, sind unschwer zu erkennen:

Sie tragen blaue T-Shirts, Jacken oder Westen, können sich mit einem NABU-Dienstausweis ausweisen und nehmen kein Bargeld oder Sachspenden entgegen.

 

Kontakt:

Axel Pottschmidt

0201 – 7100699

0172 – 8747736

axel.pottschmidt@vossgaetters-muehle.de

Wasserfledermaus © Frauke Krüger, NABU Wasserfledermaus © Frauke Krüger, NABU

Pressemitteilung vom 26.07.2021:

 

NABU Ruhr kritisiert politischen Schnellschuss im Umgang mit Fledermäusen am Deilbach

 

Auf dem Gelände der Spedition Torwesten in Essen-Kupferdreh verläuft das
Bachbett des Deilbaches derzeit noch durch eine Tunnelröhre, in der sich seit
Jahrzehnten eine Kolonie der Wasserfledermaus angesiedelt hat. Im
Zusammenhang mit den Extremwetterereignissen der letzten Wochen, die
zweifelsohne dem menschengemachten Klimawandel und der starken Versiegelung
geschuldet sind, werden seitens Politik und Industrie nun Stimmen laut, die die
komplette Verfüllung der Tunnelröhre fordern ohne auf die Fledermäuse Rücksicht
zu nehmen.
 
Dazu Frauke Krüger, 1. Vorsitzende des NABU Ruhr: „Es ist bemerkenswert, dass
die CDU in Essen ihr Desinteresse in puncto Artenschutz derart deutlich offenbart.
Fledermäuse sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Daher
müssen bei einer kompletten Verfüllung der Röhre die artenschutzrechtlichen
Belange berücksichtigt werden. Die getätigten Aussagen scheinen daher auf
Unwissenheit oder Ignoranz zu beruhen und sind als politischer Schnellschuss zu
werten, der geltendes Recht und den Artenschutz mit Füßen tritt.“
 
Ergänzende Worte findet Jan Loges, der den NABU Ruhr im Beirat der Unteren
Naturschutzbehörde vertritt: „Um eine einvernehmliche Lösung für die Problematik zu
finden, arbeitet die Essener Verwaltung bereits an einem Konzept, welches die (Teil-)
Verfüllung der Röhre ermöglicht und dabei den Erhalt der Wasserfledermauskolonie
garantiert. Trotz der erschreckenden Folgen der Flutkatastrophe ist nun nicht die Zeit
für politische Polemik. Vielmehr ist es an der Zeit die Behörden ihre Arbeit machen
zu lassen, um den Interessen von Mensch und Natur gerecht zu werden.“
 
Der NABU Ruhr unterstützt die Forderung des BUND den Sachverhalt in der
nächsten Sitzung des Beirats der Unteren Naturschutzbehörde zu behandeln und ruft
alle Betroffenen bis dahin zu Besonnenheit in der Debatte auf.

Insekten im Ruhrgebiet

Der Sommer präsentiert sich dieses Jahr sehr feucht und unsere heimischen Insekten tun sich schwer damit. Machen Sie mit bei unserer Aktion, welche noch bis zum 15. August gilt und zählen Sie unsere Insekten: Insektensommer 2021.

Sie finden weitere Bilder in unserer Foto-Galerie.

Haus Ruhrnatur aufgrund von Hochwasser bis auf Weiteres geschlossen!

Das NABU Büro in Mülheim in zurzeit nur erreichbar unter:
 

Reinhard Plath

Tel. 0177 - 3 43 57 95

Wir starten wieder mit einigen Veranstaltungen!

Postindustrielle Flora auf Zollverein
Botanisch-ökologischer Abendspaziergang
Freitag, 23.07.2021, 17 - 20 Uhr
Leitung: Bernhard Demel, Thomas Kalveram
Anmeldung bis 19.07.2021:
https://www.nabu-ruhr.de/kontakt/anmeldung/
Treffpunkt wird bei der Anmeldung angegeben
Teilnehmerzahl begrenzt
Teilnahme kostenlos

Sommerliche Vegetation im Kamptal und Umgebung
Botanisch-ökologischer Spaziergang
Sonntag, 08.08.2021, 16 - 19 Uhr
Leitung: Bernhard Demel, Thomas Kalveram
Anmeldung bis 04.08.2021:
https://www.nabu-ruhr.de/kontakt/anmeldung/
Treffpunkt wird bei der Anmeldung angegeben
Teilnehmerzahl begrenzt
Teilnahme kostenlos

115.000 Stimmen

 

Mehr zum Ergebnis: https://artenvielfalt-nrw.de/aktuelles/

 

Pressemitteilung des Naturschutzbeirates der Stadt Essen:

 

Nebeneinander von Uhu und Kletterei im Werdener Steinbruch nicht vereinbar

 

In Essen-Werden steht ein durch den Ruhrverband vorgenutzter Steinbruch zum Verkauf, in dem ein Uhu-Pärchen seit Jahren erfolgreich brütet. Neben der Stadt Essen hat der Deutsche Alpenverein seine Kaufabsicht bekundet. Der Deutsche Alpenverein strebt an, den Steinbruch für den Klettersport zu nutzen, ohne den Uhu zu verdrängen. Dazu will er jeweils nur in einem Teil des aus zwei Teilen bestehenden Steinbruchs klettern.

In der Zwischenzeit hat ein Gespräch stattgefunden, an dem Vertreter/innen der Naturschutzverbände, des Naturschutzbeirates und des Deutschen Alpenvereins teilnahmen. „Da die jungen Uhus beide Teile des Steinbruchs nutzen, wird das Konzept des Deutschen Alpenvereins jeweils einen Teil des Steinbruches für die Kletterei zu sperren und in dem anderen Teil zu klettern, nicht funktionieren, ohne den Uhu zu vertreiben“, so die Sicht der Naturschutzverbände nach der Gesprächsrunde.

 

Dr. Bodo Tigges, Vorsitzender des Naturschutzbeirates, erläutert dazu: „Nach intensiver Prüfung ist der Naturschutzbeirat zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Nebeneinander von Uhu und Kletterei auf Grund der geringen Größe des Steinbruchs nicht möglich ist. Der Naturschutzbeirat begrüßt deshalb, dass die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Essen den Deutschen Alpenverein darauf hingewiesen hat, dass ein Klettern nach den Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes fast das gesamte Jahr über rechtlich nicht zulässig ist. Der Naturschutzbeirat unterstützt darüber hinaus die Idee der Stadtverwaltung, zu prüfen, ob das Grundstück erworben werden kann, um damit auch als Grundstückseigentümerin den Artenschutz zu gewährleisten, und ob das Grundstück als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden kann.“

 

Zum Hintergrund: Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde (Naturschutzbeirat) ist gemäß § 70 Landesnaturschutzgesetz als unabhängige Vertretung der Belange von Natur und Landschaft bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen eingerichtet. Der Naturschutzbeirat soll bei Schutz, Pflege und Entwicklung der Landschaft mitwirken. Er setzt sich aus Vertreter/inne/n von Naturschutzverbänden sowie Landwirtschafts-, Waldbauern-, Gartenbau-, Jagd-, Fischerei-, Sport- und Imkereiverbänden zusammen.

 

Für Rückfragen:

Beirat Untere Naturschutzbehörde der Stadt Essen
Vorsitzende
r Dr. Bodo Tigges
c/o Stadt Essen
Umweltamt
Untere Naturschutzbehörde
45121 Essen

Stunde der Gartenvögel

 

vom 13. bis 16. Mai 2021 ist es wieder soweit, wir zählen wieder unsere geliebten Gartenvögel.

 

Hier können Sie mitmachen: Stunde der Gartenvögel

Der Vogel des Jahres 2021 - Das Rotkehlchen!

 

Das Rennen um die Wahl zum Vogel des Jahres 2021 hat der kleine Verwandte der Amsel für sich entscheiden können. Der ganzjährig bei uns beheimatete, durch sein namensgebendes, rotesBeffchen recht einfach zu erkennende Vogel, ist sehr präsent und gerade durch sein dem Menschen gegenüber recht zutraulichen Wesen ein echter Sympathieträger. In Gärten kennt man das Rotkehlchen als kecken Besucher, wenn es beispielsweise in frisch bearbeiteten Beeten oder am Komposthaufen auf Jagd nach aufgescheuchter Nahrung geht: kleine Insekten und Würmer. Auch auf Brachflächen ist es gern anzutreffen. Hauptsacheschön unordentlich. In dichtem, gern auch dornigen Buschwerk, fühlt es sich besonders wohl.

 

Der etwas melancholische, perlende Gesang ist schon sehr früh morgens zu hören - auch ein Effekt der zunehmenden Lichtverschmutzung im Ruhrgebiet. Sein Brutrevier wird vehement und rigoros verteidigt, sowohl gegen Artgenossen, als auch gegen andere Vogelarten. Bei der Wahl seiner Brutplätze ist es oftmals gezwungenermaßen kreativ, häufig sind Gärten allzu steril gestaltet. Da werden herumliegende Behältnisse, etwa leere Blumentöpfe, ja sogar herrenlose Gartenclogs oder umgekippte Gießkannen, schon mal zur Kinderstube umfunktioniert, wenn sonst keine geeigneten Plätze oder Halbhöhlen für den Nestbau vorhanden sind. Weitere Informationen unter obigem Link.

Frühling 2021

Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. Wer mit offenen Augen in seiner Nachbarschaft spazieren geht, sieht mit etwas Glück die Tauben balzen, was den Habicht freut. Die Blessralle verteidigt ihr Revier. Frühlings-Hungerblümchen und Hasenbrot zeigen magere Standorte an. In Baumscheiben wächst das unscheinbare und gefährdete Acker-Quellkraut. Bienen und Hummeln besuchen die ersten Frühblüher. Betrachten Sie weitere Bilder in unserer Foto-Galerie.

Luftbild Flughafen E/MH © 2015 AeroWest_Kartendaten Luftbild Flughafen E/MH © 2015 AeroWest_Kartendaten

Pressemitteilung: NABU Ruhr kritisiert Bebauungsabsichten am Flughafen Essen/Mülheim

 

Auf dem Gelände des Flughafen Essen/Mülheim soll ab 2034 der Flugbetrieb eingestellt werden. Zur Nachnutzung des Flughafens soll nun ein Wettbewerb zum städtebaulichen Rahmenkonzept ausgelobt werden, der drei mögliche Bebauungsvarianten vorsieht.

Das Gelände des Flughafens, gelegen zwischen den Naturschutzgebieten Rossenbecktal, Forstbachtal und Rumbachtal ist ein wichtiger Bestandteil des städteübergreifenden Biotopverbundes, der durch eine Bebauung unwiederbringlich zerstört würde. Wir schlagen daher vor, von den Plänen zur Bebauung abzusehen. Besser sollte das Flughafenareal im Zuge der Diskussion um den Regionalplan als Bereich für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung (BSLE) ausgewiesen werden. Dies würde die heimische Tier- und Pflanzenwelt schützen und genügend Raum für Freizeitangebote schaffen,“ so Dr. Frauke Krüger, 1. Vorsitzende des NABU Ruhr.

Jan Loges, der den NABU Ruhr im Beirat der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen vertritt, ergänzt: „Ich freue mich, dass sich auch der Naturschutzbeirat in einer Stellungnahme klar gegen die Bebauung des Flughafens positioniert hat. Sollte die Politik dennoch entscheiden, dass ein Wettbewerb durchgeführt wird, fordere ich eine weitere Variante mit in das Verfahren aufzunehmen, die eine Bebauung auf den wenigen, bereits versiegelten Flächen vorsieht. Nur so können die letzten Vorkommen von Feldlerche und Steinschmätzer im westlichen Ruhrgebiet ausreichend geschützt werden.“

In NRW gehen Tag für Tag etwa 12 Hektar Freiraum, was ungefähr 18 Fußballfeldern entspricht, durch Bebauung verloren. Dies macht sich besonders im dicht besiedelten Ruhrgebiet bemerkbar. Ob der Wettbewerb zur Bebauung des Flughafens ausgelobt wird, entscheidet der Rat der Stadt Essen am 24.03.2021. Der Beschluss dürfte gleichzeitig eine Vorentscheidung dafür sein, ob die vorhandenen Freiflächen verschont bleiben oder dem anhaltenden Flächenfraß zum Opfer fallen.

Ältere Meldungen finden Sie in unserem  Archiv

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Foto © NABU, U.van Hoorn Zum NABU Vogeltrainer
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